Wir leben noch!

Nein, das ist kein toter Blog. Er mag ein bisschen vernachlässigt worden sein, was zum Einen dem guten Wetter in diesem Sommer geschuldet ist als auch zum Anderen der Tatsache, dass wir einfach lieber werkeln als vor dem Rechner zu kleben. Aber jetzt wollen wir doch mal wieder berichten, was es so Neues gibt im Hause Rittger, denn seit dem letzten Eintrag (was! so lange ist der her?!) hat sich doch so einiges getan.

1. Der Gärtner kam, sah und siegte

Eines vorweg: Die Firma Sander aus Kassel können wir beanstandungslos und vollumfänglich weiterempfehlen. Selten hat man eine so eingespielte und ordentliche Truppe “Handwerker” (in Anführungsstrichen, denn der Garten- und Landschaftsbauer an sich ist schließlich kein Handwerker!) gesehen. Wenn wir nach Feierabend nach Hause kamen, war alles ordentlich und aufgeräumt, es war gekehrt (selbst wenn der “Bauabschnitt” noch gar nicht fertig war) und alles vorzeigbar. Kleine Änderungswünsche (na gut, teilweise große, ihr kennt ja Miri mit ihrer genauen Vorstellung…) wurden vor Ort durchgesprochen und gleich umgesetzt. Insgesamt haben die Herren mit unterschiedlich großer Besetzung hier gearbeitet; teilweise waren Samstags sogar 6 Leute vor Ort, während es unter der Woche oft nur ein armer Robin ganz allein war, der die Mauersteine gequält hat. Das Ergebnis jedenfalls kann sich wirklich sehen lassen und ist spitze geworden. Wir sagen jedenfalls nochmal danke an Daniel Sander und seine sehr sympathische Truppe. Hier ein paar Vorher-Nachher-Bilder:

Terrasse & Mauer vorher Terrasse & Mauer nachher Terrasse & Mauer jetzt

Weg zur Terrasse vorher Weg zur Terrasse nachher

Mauer Rundung vorher Mauer Rundung mittendrin Mauer Rundung nachher

Einfahrt vorher Einfahrt nachher

Weg zum Haus vorher Weg zum Haus nachher

Maueranschluss Westen vorher Maueranschluss Westen nachher

2. Ein Kiesbeet kommt selten allein

Eigentlich wollte Miri gar keins haben, weil sie das zu steril findet. Aber nachdem wir schon x-mal Pflanzen kaufen gefahren sind (die Bepflanzung haben wir nämlich selbst übernommen) und immer noch etliche Pflanzen fehlen, hatten wir dann doch überlegt, ob wir aus dem Beet neben dem Haus nicht doch ein Kiesbeet machen sollten. Wir wollten eh noch Kies für den Weg um das Kräuterhochbeet bestellen, damit man dort problemlos einmal rum laufen kann. Die Frage war nun also: Welcher Kies? Also sind wir im Urlaub eines schönen Tages nach Breuna zur Firma Kouril gefahren und haben uns Steine angeschaut. Die Wahl fiel relatisch schnell auf helles Dolomitgestein, weil das farblich am besten zur Mauer und dem Pflaster passt. Wir hätten auch Basalt nehmen können, fanden aber, dass das zu sehr nach Schotter aussieht. Ganz nebenbei haben wir dann auch noch einen Findling ausgesucht, der an die L-Stein-Mauer zu Nachbars soll, damit man leichter die Gärten wechseln kann. So oft wie wir uns gegenseitig besuchen, macht das schon Sinn. Die Steinlieferung haben wir dann bei Daniel Sander in Auftrag gegeben, weil wir Laien so gar keine Mengenvorstellung hatten. Miri hat dann noch darum gebeten, zusätzlich 200 Kilo etwas größere Steine liefern zu lassen, um damit Übergange zu gestalten, damit es nicht so steril ausschaut. Zwei Tage später kamen dann die Steine und wir konnten loslegen. Hier das Ergebnis:

Kiesbeet Kiesbeet :-) Kies ums Hochbeet

3. Spritzschutz im Norden

Mit dem Kiesbeet hatte sich auch das Regen-spritzt-Erde-an-den-Sockel-Syndrom an der Ostseite erledigt. Eigentlich keine Wetterseite, aber 2 Mal mussten wir schon die Wand abbrausen. Aber weil man als Häuslebauer ja immer etwas zu tun hat bzw. haben will, hat Miri ganz allein eines schönen Samstags an der Nordseite die Läuferreihe ums Haus gezogen, bis ihr der Sand für den Beton ausgegangen ist. Praktischerweise war das vor unserer Steinebestellung, also haben wir für den Spritzschutz gleich welche mitbestellt. Geliefert wurde hier dunkler Dolomit, der farblich zur Granitläuferreihe, dem Sockel und dem Kiesbeet vor dem Haus passt. Jetzt müssen wir nur noch den Muskelkater vom letzten Schippen loswerden und die größeren Steine verfüllen, dann ist auch diese Ecke erstmal fertig, bis der Nachbar sein Grundstück endlich verfüllt hat und wir die Grenzbepflanzung machen können. Wir hätten da übrigens gern etwas Immergrünes, wollen aber nicht die Standard-Lebensbäume oder Kirschlorbeer haben, sondern dachten da eher an Bambus (den gibts auch als Hecke, der bildet dann keine Ausläufer) oder Glanzmispeln, da müssen wir mal schauen.

Läuferreihe Spritzschutz Eckbeet mit Ranunkeln Garagenbeet

4. Fliesen: Klappe die Letzte

Vor dem schönen Wetter hatten wir angefangen, unseren dritten (und größten) Kellerraum zu fliesen. Die Hälfte haben wir geschafft. Wenn das Wetter demnächst schlechter wird, verlagern wir die Arbeit vom Garten in den Keller und dann geht’s da weiter.

5. Dies & das

Wir lieben unsere neue Terrasse. Leider haben sich die Betonsteine in Kombination mit unseren ausrangierbedürftigen Korbsessel-Ikea-Gartenmöbeln aus Bambus als kratzeranfällig erwiesen (Bambus ist also härter als Beton!). Laut Hersteller bekommt man die hellen Striemen auch erstmal nicht weg, aber die Witterung würde sie mit der Zeit verblassen lassen. Leider gibt’s da keine Witterung, da wir ja unter unserem Terrassendach sitzen. Auch ärgerlich: Bei den 40 Grad vor ein paar Wochen hatten wir ein Windlicht aus Holz draußen stehen. Die Kerze schmolz zu einem unförmigen Wachsklumpen und das Wachs hat uns eine Platte versaut. Wir haben noch Ersatz, allerdings bekommen wir die Platte allein nicht rausgehebelt. Dazu brauchen wir einen Plattenheber, den der Gärtner mitbringt, wenn er mal wieder vorbeikommt.

Projekt Gartenhaus wollen wir nächstes Jahr in Angriff nehmen. Da müssen wir etwas ausschachten bzw. anfüllen und dann loslegen. Das wird ein individuelles Haus werden, wo auch gleich das hässliche weiße 1000-Liter-Fass mit verschwinden wird, damit alles gleich aussieht. Miri malt auf, Toni baut.

Unsere Solaranlage brummt ziemlich gut. Wir liegen derzeit recht weit über der Prognose und haben seit Mitte März nun schon 7 Megawatt produziert. 🙂

Unsere ToDo-Liste für 2013 sieht derzeit übrigens noch wie folgt aus:

  • Stufe auf der Nordseite aus der Garderobe in den Garten heraus bauen
  • Steine für Spritzschutz verfüllen
  • 2 Risse an der Garage abdichten & überstreichen
  • nochmal Rindenmulch holen und den Rest der Beere abdecken
  • restliche Pflanzen holen
  • Hecke zu Ende pflanzen
  • Garage wieder frei räumen
  • Stauraum im Keller zu Ende fliesen, tapezieren und einräumen
  • Büro im Keller fertig machen

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